Ankündigung: MitmachWerkstatt in der Gemeinwohlakademie

Thema der Veranstaltung: Ein Leben ohne Wirtschaftswachstum – und trotzdem schön!

Beginn: Fr, 07. 12. 2018, 09:30
Ende: Fr, 07. 12. 2018, 17:00
Leitung der MitmachWerkstatt: Gerhard Frank
Veranstalterin: Akademie für Gemeinwohl

Dass unbegrenztes Wirtschaftswachstum auf die Dauer nicht aufrecht zu erhalten ist ist, ahnen mittlerweile viele. Aber wie befreit man sich aus der Umklammerung einer Vorstellung, die materielles Wachstum gleichsam als Naturgesetz interpretiert? Als ein Naturgesetz wie die Schwerkraft, der sich niemand widersetzen kann. Ist so etwas überhaupt möglich? Was braucht es, damit Menschen dieses grundlegende Umlernen anstreben und in der Folge im Alltag willentlich umsetzen? Es liegt auf der Hand, dass rationales Lernen allein in der Sache nicht genügt. Es braucht ein umfassenderes Konzept, das auch grundlegende menschliche Bedingungen wie etwa Emotionen miteinbezieht.

Bild zeigt Menschen in der Mitmachwerkstatt, die gemeinsam neue Vorstellungen entwickeln

Die MitmachWerkstatt geht dieser ganzheitlichen Auffassung nach und entwirft daraus ein Szenario spielerischen und selbstbestimmten menschlichen Wandels. Der Terminus MitmachWerkstatt verweist dabei auf den partizipativen Charakter des Prozesses mit den Teilnehmer*innen als forschende Akteure im Mittelpunkt des Geschehens.

Geleitet wird die MitmachWerkstatt von Dr. Gerhard Frank. Der Naturwissenschaftler und Philosoph ist Begründer der interdisziplinären Erlebniswissenschaft. Diese liefert zugleich die theoretischen Grundlagen des Formats.

Aktuelle Literatur zum Thema: Frank, Gerhard (2018). Zukunft schaffen. Vom guten Erleben als Werkzeug des Wandels. oekom: München.

Weitere Informationen zur Anmeldung, zum Ort der Veranstaltung und zum Teilnahmebetrag siehe Website der Akademie für Gemeinwohl.

Gerhard Frank hält Keynote im Rahmen der Plattform forum1.5

„Wandel ermöglichen durch Orte für transformatives Erleben”: so lautet der Titel der Keynote, die Gerhard Frank anlässlich der Tagung „Zukunftsperspektiven für die Region“ halten wird. Veranstaltet wird die Tagung durch die Universität Bayreuth. Ins Leben gerufen wurde die Plattform forum1.5 von der Abteilung für Stadt- und Regionalentwicklung unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Miosga. Der Name forum1.5 bezieht sich auf das 1,5 Grad Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens.

Der Vortrag spannt einen Bogen von grundlegenden erlebniswissenschaftlichen Erkenntnissen hin zu psychologischen und sozialen Faktoren des Wandels. Im Besonderen wird Gerhard Frank dabei das PUPARIUM als praktisches Beispiel eines transformativen Ortes vorstellen.

Ziel des forum1.5 ist es, einen interdisziplinären Austausch über mögliche Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen zu fördern. Die Initiatoren der Plattform wollen damit einen Ort schaffen, der es Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und diversen Initiativen ermöglicht, Strategien zur Transformation zu entwickeln und die erarbeiteten Handlungsschritte zu erproben.

Infos zur Veranstaltung:

Buchpräsentation „Zukunft schaffen“ im Thalia W3

Am 20. Juni präsentierte Gerhard Frank im Thalia W3 sein neues Buch „Zukunft schaffen“. Das Interview führte Thomas Hruschka, Nachhaltigkeitskoordinator der Stadt Wien. Kurzweilig skizzierte Gerhard Frank, was es braucht, um den notwendigen Wandel zu ermöglichen. Und er machte Hoffnung: Hoffnung darauf, dass wir gemeinsam eine enkelgerechte Zukunft schaffen werden.

Szenen von der Buchpräsentation: Zukunft schaffen. Gerhard Frank als Redner, zusammen mit Thomas Hruschka und mit Zusehern

Kernaussage: der Wandel ist möglich, wenn wir geeignete Orte für transformatives Erleben schaffen

Gerhard Frank appellierte – nein, nicht an Vernunft und Wissen, sondern an die Vorstellungen – diese nämlich fungieren als Katalysatoren des Wandels. Denn nur was wir uns vorstellen können, streben wir an. Und wie kommen neue Vorstellungen in die Welt? Über spielerisches Erfahren, also über das Tun. Wenn sich mit diesem Tun gute Gefühle verbinden, wollen wir diese Erfahrungen wiederholen, um auch die guten Gefühle wieder zu erleben. Er plädierte dafür, Orte zu schaffen, an denen Menschen spielerisch ihre Vorstellungen ändern können, um den Wandel im Alltag herbeizuführen. Also an geschützten Orten einüben, was dann im Alltag praktiziert wird.

Grundtenor des zahlreich erschienenen Publikums: Gerhard Frank sollte öfter eine Bühne bekommen – als Hoffnungsträger und Botschafter des Wandels!

Fotos: © Günther Frank

Buchvorstellung: „Zukunft schaffen“ in Wien

Das Buch von Gerhard Frank: "Zukunft schaffen. Vom guten Erleben als Werkzeug des Wandels"

Gerhard Frank stellt sein neues Buch vor: Zukunft schaffen. Vom guten Erleben als Werkzeug des Wandels. oekom Verlag 2018

 

  • Wann: Mittwoch 20. Juni 2018, 19:00 Uhr
  • Wo: Thalia Wien W3, Landstraßer Hauptstraße 2A/2B, 1030 Wien
  • Moderation: Dr. Thomas Hruschka, Wiener Nachhaltigkeitskoordinator
  • Freier Eintritt
  • Keine Anmeldung erforderlich

Mehr Infos zum Buch: https://www.oekom.de/nc/buecher/gesamtprogramm/buch/zukunft-schaffen.html

PUPARIUM Baustein 3: PAONA, Patterns-of-Nature Shop

PAONA, der Patterns-of-Nature Shop: Lebensschönes und Spiele zum mit nach Hause nehmen

Das Sortiment von PAONA, dem Patterns-of-Nature Shop

Neues festigt sich durch Wiederholung – dieser wichtige Grundgedanke prägt das Sortiment von PAONA. Der Patterns-of-Nature Shop bietet einschlägige PUPARIUM Objekte zum Mitnehmen nach Hause aber auch für Kunden im Freizeitsektor an.

  • LEBENSSPIEL-Objekte für Zuhause: Taschenversionen der Erfahrungsstationen des PUPARIUMs. Das Spiel mit den Erfahrungsobjekten macht Spaß und öffnet den Blick für die Intelligenz, die Vielfalt und die Schönheit des planetaren Lebens. Es lässt die im PUPARIUM begonnene Entdeckungsreise in den eigenen vier Wänden, allein oder mit Freunden fortsetzen. Für alle Altersklassen geeignet.
  • LEBENSSPIEL-Bausätze für Erfahrungsobjekte, die auf spielerische Weise Lust an der Schaffensvielfalt des natürlichen Lebens wecken. Sie adressieren an die Kreativität und Lust am Machen nicht nur junger Menschen. Die Bausätze eignen sich auch hervorragend als didaktische Mittel im Schulunterricht.
  • LEBENSSCHÖNES für Zuhause: die Muster der Natur machen überall eine gute Figur – an der Wand als Kunstwerke, als gedruckte Muster auf Gegenständen und Materialien des Alltags, die so zu etwas Besonderem werden – Trinkbecher, Teller, Bettwäsche u.a. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, die Muster des Lebens und damit Schönheit in den Alltag von Menschen zu bringen.
  • SLOW-EXHIBITS: Spielstationen für den Freizeitsektor – Hotels, Wellness- und Freizeiteinrichtungen, andere. Ausgewählte Erfahrungsstationen des PUPARIUMs fungieren dafür als Prototypen und können von den Kund*innen in der Einrichtung ausgiebig getestet werden.

PAONA und die Schönheit der Natur

Es darf angenommen werden, dass der Mensch mit einem Sinn für Schönheit zur Welt kommt. Wie alles im Leben muss diese Begabung geübt und verfeinert werden, damit sie sich entfalten kann. Ungeübt verkümmert sie. Dafür braucht es Mittel, die nun die Lebensschöne-Produktlinie liefert.

Außerdem: Bilder im Kopf wirken in der Regel viel stärker als Worte. Im diesem Sinne  wollen Patterns-of-Nature einen wesentlichen Beitrag leisten, um den Wandel zu befeuern.

Veröffentlicht unter PAONA

PUPARIUM Baustein 2: Transition-Werkstatt

Menschen entwickeln Zukunftsperspektiven in der Transition-Werkstatt

Spiel als Werkzeug der Organisations- und Unternehmensentwicklung:

Im Mittelpunkt der Transition-Werkstatt steht ein kollektiver Entfaltungs- und Forschungsprozess zum Wohle der Zukunft jenes Unternehmens, dem die Teilnehmer*innen angehören.

Die an die Teilnehmer*innen gestellte Aufgabe:

Mehrere Teams entwickeln neue Lösungen für ihre Unternehmen mit positiven Auswirkungen auf die planetaren Regulationsprozesse. Aufgrund seiner spielerischen Charakteristik fördert das Werkstatt-Format sowohl Querdenkertum als auch die jeder Gruppe eigene Schwarm-Intelligenz.

Das didaktisch/dramaturgische Konzept für die Transition-Werkstatt haben Gerhard und Andrea Frank in den letzten beiden Jahren entwickelt und erprobt. Siehe Transitionwerkstatt: das Format für den Wandel

Je nach Bedarf werden ausgewählte Erfahrungsstationen der Einrichtung in das Geschehen miteinbezogen.

Die Transition-Werkstatt gibt es in zwei Varianten:

  • als kollektives Kreativ-Format für UNTERNEHMEN und ORGANISATIONEN (Dauer: 1 Tag; auf Wunsch auch maßgeschneiderte, mehrtätige Werkstatt-Serien)
  • als kollektives Kreativ-Format für SCHULEN (Dauer 2 bis 4 Stunden)
Scribbles von vier Szenen der MitmachWerkstatt

Scribbles-Storyboard-Transition-Werkstatt-PUPARIUM. © Daniel Wyrobal

 

PUPARIUM Baustein 1: Zukunfts-Spielplatz

Im Zukunfts-Spielplatz entwickeln Kinder, Jugendliche, Erwachsene lustvoll spielerisch Vorstellungen für einen enkeltauglichen Lebensstil

Im Zukunfts-Spielplatz erforschen Besucher/innen grundlegende Funktionen des planetaren Regulationssystems und deren Beziehung zum Menschen. Dabei machen sie sich mit wichtigen lebensspendenden Zusammenhängen, Begriffen und Modellbildern vertraut.

Beispiele für Themen für den Zukunfts-Spielplatz:

  • Was ist ein Prozess-System und welche Bedeutung hat es?
  • Wie entsteht Rückkoppelung?
  • Was ist positive Rückkoppelung?
  • Gibt es auch eine negative Rückkoppelung?
  • Wie kann ich Rückkoppelungen vorwegnehmen?
  • Was versteht man unter Selbstorganisation?
  • Was versteht man unter Fließgleichgewicht?
  • Wie lassen sich Schadstoffe erklären?
  • Warum schaden Schadstoffe?
  • Was bedeutet Schadstoffakkumulation?
  • Was ist ein Ökosystem?
  • Der Fußabdruck – was versteht man eigentlich darunter?
  • Welcher Unterschied besteht zwischen ökologischem und CO2 Fußabdruck?
  • Wofür steht der Ausdruck ppm?
  • u.a.m.
Drei Szenen aus der ErfahrungsWerkstatt

Scribbles Storyboard Zukunfts-Spielplatz PUPARIUM. © Daniel Wyrobal

Geschäftsmodell des PUPARIUM – Eckpunkte

Nachhaltig wirksames Umlernen braucht wiederholte Erfahrungen in einem Setting, das zugleich starke positive Emotionen ermöglicht. Diese Emotionen sind notwendig, damit sich das spielerisch Erlernte unverlierbar im Menschen verankert und im Alltag wirksam werden kann.

Das Puparium ist daher als Ganzjahreseinrichtung an einem urbanen Standort mit hoher Besucherfrequenz konzipiert. Sein modulares Konzept erlaubt eine flexible thematische Handhabung während des Betriebs sowie auch im Rahmen der Weiterentwicklung der Einrichtung. Enenso lässt sich auch das Geschäftsmodell des PUPARIUM leicht an neue Gegebenheiten anpassen.

Zur Modularität des PUPARIUM:

  • Das Puparium besteht aus vier Bausteinen, die in den nächsten Blogbeiträgen näher erläutert werden.
  • Einer der Bausteine setzt sich aus variablen Erfahrungsstationen zusammen.
  • Ein weiterer Baustein bietet modulare Werkstattprogramme für Gruppen – Unternehmen, Organisationen, Schulen.
  • Ein dritter Baustein bietet modulare Gimmicks zum Mitnehmen für Zuhause an.
  • Der vierte Baustein nutzt Kunst als Katalysator des Wandels.

Zielgruppen:

  • Fr-So: Einzelbesucher/innen, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Familien.
  • Mo/Di: Schulen und Akademien (VS, HA, NMS, AHS, BHS, FHs, Universitäten).
  • Mi-Fr: Unternehmen, Organisationen.

Fläche: ca. 500m2

Aufenthaltsdauer Einzelbesucher*in: ca. 2 Stunden

Einnahmen:

  • Eintritte (Kinder, Jugendliche 4 Euro, Erwachsene 8 Euro).
  • Werkstatterlöse Schulen.
  • Werkstatterlöse Unternehmen, Organisationen.
  • Erlöse Cafeteria.
  • Shop-Erlöse.
  • Verkaufserlöse Erfahrungsstationen an einschlägige Freizeiteinrichtungen (Museen, Besucherzentren, andere).
  • Mittelfristig: Errichtung von kleinen, themenspezifischen Puparium Satelliten in Wartezonen von Einrichtungen (z.B. Kinofoyers, Bahnhöfe). So können Wartezeiten positiv für die ökologische Alphabetisierung der Menschen genutzt werden.
  • Langfristig: Errichtung von Puparium Followers in weiteren urbanen Zentren, auch international. Aufgrund seiner Modularität lässt sich die Größe der Folge-Einrichtungen dabei jeweils an die demographischen Randbedingungen der neuen Standorte anpassen. Ein Betrieb dieser Followers auf Franchisebasis ist zu prüfen.

Finanzierung Projektrealisierung und Testphase:

  • Öffentliche Hand
  • Sponsoren aus der Privatwirtschaft

Ko-Finanzierung laufender Betrieb (Sicherheit):

  • Öffentliche Hand
  • Sponsoren aus der Privatwirtschaft

Wie geht es weiter mit dem Puparium?

Entwicklungsstrategie

  • Erste Phase: einjährige Testphase PUPARIUM – Prototyp
  • Zweite Phase: Realisierung einer professionellen Showcase-Einrichtung in Wien, zentral gelegen, öffentlich gut erreichbar (PUPARIUM „Flagship-Store“)
  • Folgephase/n: schrittweise Realisierung an weiteren Standorten

Status Vorbereitung der Testphase

  • Konzept inklusive Wirtschaftlichkeitsstudie vorhanden
  • Gemeinwohlsiegel von Genossenschaft für Gemeinwohl erhalten
  • Finanzierungsgespräche mit öffentlicher Hand: BMNT, BMBWF
  • Lobbying: z.B. Umweltbundesamt, MA22, Dr. Michael Ludwig, andere.
  • Pilotprojekt MitmachWerkstatt im Rahmen der ÖkoBusinessWien Initiative vereinbart
  • Ad öffentliche Co-Finanzierung: Bislang wurde seitens der Gesprächspartner/innen Interesse bekundet, konkrete Zusagen liegen jedoch noch keine vor.

Nächster Schritt

  • Sicherung der Finanzierung einer Start-Version aus MitmachWerkstatt inkl. 3 Erfahrungsstationen, PAONA und Galerie des Lebens.

Danach

  • Start einjährige Testphase als Vorbereitung zur Showcase-Einrichtung
  • Weiteres Vorgehen resultiert aus den Erkenntnissen der Testphase

PUPARIUM erhält Gemeinwohl-Siegel

Gemeinwohl-SiegelDas PUPARIUM hat das Gemeinwohl-Siegel erhalten, wir freuen uns unendlich! Gleichzeitig danken wir all jenen, die sich die Zeit genommen haben, das Projekt in all seiner Komplexität zu beurteilen. Es wird noch einen Endbericht geben, den wir hier an dieser Stelle kommunizieren werden.

Das PUPARIUM braucht möglichst viele Hebammen für seine Geburt

Wie geht es nun weiter? Das PUPARIUM muss in der Öffentlichkeit wahrnehmbar werden, es braucht Unterstützer*innen in den Institutionen, es braucht Unterstützung von Investoren, Mentoren, und von allen anderen Menschen, denen eine enkeltaugliche Zukunft am Herzen liegt. Dazu muss es Anhänger gewinnen, Förderer und Menschen, die darüber berichten und dazu beitragen, dass das PUPARIUM rasch bekannt wird: Journalist*innen, Blogger*innen, etc.

Jetzt ist die richtige Gelegenheit für einen Auftritt von Max und Anna

Generation Transition

© Peter Scharnagl

Max und Anna gehören zur Generation T. T für Transition, das englische Wort für Wandel. Die Generation T wird den Wandel in die Institutionen tragen. Max und Anna träumen, wie so viele andere von einer lebenswerten Zukunft auf einem lebenswerten Planeten. Und sie träumen vom PUPARIUM, weil es den Menschen Hoffnung und Mut gibt, diese Zukunft gemeinsam zu erschaffen. Ja, sie freuen sich auch darüber, dass sie es als Testimonials auf das Cover unseres neuen Buches geschafft haben. Darin wird auch vom PUPARIUM erzählt.