Lange Nacht der Kirchen: Start der Bewegung Laudato Si’

Das PUPARIUM kommt in die Kirche

Bild zeigt die Initiator/innen der Bewegung Laudato Si’ in der Konzilsgedächtniskirche Lainz.

Die Initiator/innen der Bewegung Laudato Si’.

Welche Art von Welt wollen wir denen überlassen, die nach uns kommen, den Kindern, die gerade aufwachsen?
Diese Worte stammen von Papst Franziskus, der in seiner Enzyklika Laudato Si’ eines klar macht: Veränderung, wie sie angesichts der weltweiten Probleme vonnöten ist, kann nur vom Menschen selbst ausgehen.

Die Initiative Laudato Si’ für eine enkeltaugliche Zukunft

Diese „Umweltenzyklika“, wie sie auch genannt wird, ist Namensgeberin der Initiative Laudato Si’. Die Initiator/innen: eine Gruppe von Menschen, denen eine enkeltaugliche Zukunft am Herzen liegt. Deren Ziel: Menschen Gelegenheiten zu bieten, gemeinsam erste Schritte der Veränderung zu setzen. Im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen wird es dazu die Möglichkeit geben: die Konzilsgedächtniskirche Lainz verwandelt sich in eine Zukunftswerkstatt. Besucher/innen sind zu stündlichen MitmachWerkstätten für eine enkeltaugliche Zukunft eingeladen.

Gemeinsam Schritte der Veränderung setzen

Das Konzept zu der Initiative stammt vom Erlebniswissenschaftler Gerhard Frank und der Religionspädagogin Gertrud Baumgartner. Es wurzelt in der Puparium-Idee und ist so schlicht wie naheliegend: Menschen verpflichten sich eher, wenn sie etwas gemeinsam tun. Ein gemeinsamer erster Schritt kann darüber hinaus als Ansporn für andere wirken, es ihnen gleich zu tun. Die Initiative setzt einen Beginn. Für eine Bewegung, die sich in der Folge von der Pfarre Lainz ausgehend auf andere Pfarren, andere Institutionen und andere Gemeinschaften ausbreitet.

Man bedenke: der katholischen Kirche gehören 5 Millionen Menschen an. Verteilt auf 3.000 Pfarren in ganz Österreich!

Lange Nacht der Kirchen: Freitag, 24. Mai 2019

Konzilsgedächtniskirche Lainz-Speising
Adresse: Kardinal-König-Platz 1, 1130 Wien
Ablauf: Beginn der Mitmach-Werkstätten: 17:00 Uhr Jungschar. Ab 18:00 Uhr Erwachsene.
Stündliche Themenschwerpunkte – Ernährung, Mobilität, Wohnen, Konsum.
Eintritt frei. Mitmachen erwünscht!
Weitere Infos auf der Website der Konzilsgedächtniskirche Lainz

Ankündigung: MitmachWerkstatt in der Gemeinwohlakademie

Thema der Veranstaltung: Ein Leben ohne Wirtschaftswachstum – und trotzdem schön!

Beginn: Fr, 22. 02. 2019, 09:30
Ende: Fr, 22. 02. 2019, 17:00
Leitung der MitmachWerkstatt: Gerhard Frank
Veranstalterin: Akademie für Gemeinwohl

Dass unbegrenztes Wirtschaftswachstum auf die Dauer nicht aufrecht zu erhalten ist ist, ahnen mittlerweile viele. Aber wie befreit man sich aus der Umklammerung einer Vorstellung, die materielles Wachstum gleichsam als Naturgesetz interpretiert? Als ein Naturgesetz wie die Schwerkraft, der sich niemand widersetzen kann. Ist so etwas überhaupt möglich? Was braucht es, damit Menschen dieses grundlegende Umlernen anstreben und in der Folge im Alltag willentlich umsetzen? Es liegt auf der Hand, dass rationales Lernen allein in der Sache nicht genügt. Es braucht ein umfassenderes Konzept, das auch grundlegende menschliche Bedingungen wie etwa Emotionen miteinbezieht.

Bild zeigt Menschen in der Mitmachwerkstatt, die gemeinsam neue Vorstellungen entwickeln

Die MitmachWerkstatt geht dieser ganzheitlichen Auffassung nach und entwirft daraus ein Szenario spielerischen und selbstbestimmten menschlichen Wandels. Der Terminus MitmachWerkstatt verweist dabei auf den partizipativen Charakter des Prozesses mit den Teilnehmer*innen als forschende Akteure im Mittelpunkt des Geschehens.

Geleitet wird die MitmachWerkstatt von Dr. Gerhard Frank. Der Naturwissenschaftler und Philosoph ist Begründer der interdisziplinären Erlebniswissenschaft. Diese liefert zugleich die theoretischen Grundlagen des Formats.

Aktuelle Literatur zum Thema: Frank, Gerhard (2018). Zukunft schaffen. Vom guten Erleben als Werkzeug des Wandels. oekom: München.

Weitere Informationen zur Anmeldung, zum Ort der Veranstaltung und zum Teilnahmebetrag siehe Website der Akademie für Gemeinwohl.